Und trotzdem was gelernt!

Zum informellen Lernen Jugendlicher in der Freizeit durch Computer- und Videospiele

Was lernt man, wenn man – in der Freizeit und ohne dieses Lernen zu wollen, Computerspiele spielt? Dieser Frage haben sich Schülerinnen und Schüler der Wuppertaler Else Lasker-Schüler-Gesamtschule im ersten Halbjahr des Schuljahres 2014/15 in eigenen Rechercheaktivitäten gewidmet. Begleitet und unterstützt wurden sie dabei von einem Team von Lehramtsstudierenden der Bergischen Universität (betreut von Matthias Rürup).

Anliegen des Kooperationsprojekts von Bergischer Universität und des Kulturzentrums Börse war es, Schülerinnen und Schüler in ihrem Bedürfnis ernst zu nehmen, sich in der Freizeit computerspielend zu beschäftigen. Anstatt sie – erneut – mit dem verbreitet-unterschwelligen Vorwurf zu konfrontieren, dass Computerspielen eine im Vergleich weniger wertvolle Freizeitbeschäftigung sei, sollte ihnen in dem Projekt die Gelegenheit eröffnet werden, Argumente und Beispiele dafür zu sammeln, dass Computer- und Videospiele durchaus auch als wichtige Lernorte wertzuschätzen wären. Welche Lernfelder, Argumente und Beispiele das sein könnten, das sollten die Schülerinnen und Schüler dabei selbstkritisch prüfen und möglichst auch entdecken.

Unterstützt durch die Lehramtsstudierenden sollten die Schülerinnen und Schüler angeregt werden, verlässlich-belastbare Informationen darüber zu sammeln, was sie (oder ihre Freundinnen und Freunde) aus Computerspielen alles positiv lernen.

Die Ergebnisse des Projekts wurden nach einer halbjährlichen Arbeitsphase im März 2015 öffentlich den Lehrkräften und Eltern präsentiert. Während die Ergebnispräsentation in den Räumlichkeiten der Universität stattfand, stellte das Wuppertaler Kommunikationszentrum Die Börse für das Auftrakttreffen im September 2014 – eine eintägige Open-Space-Tagung – seine Räumlichkeiten zur Verfügung.

Finanziell unterstützt wurde das Projekt durch die Stadtsparkasse Wuppertal und die Akzenta GmbH.


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